Kinderkrankenpflege und Kinderintensivpflege

Schwester Ute und ein Tag mit Marlena

kinderkrankenschwester-uteMorgens früh beginnt mein Dienst bei Marlena (Name geändert). Ich begrüße meine kleine Patientin und ihre Eltern und bespreche mit der Nachtwache kurz die vergangene Nacht und verschaffe mir einen Überblick, ob es besondere Vorfälle gab. Ich checke die Vitalwerte auf einem Monitor: Alles ist in Ordnung. Wir besprechen den Tagesablauf und widmen uns dann wieder voll und ganz Marlena.

Es ist Frühstückszeit. Zum Frühstück bekommt Marlena Sondennahrung über eine sogenannte PEG. Eine PEG ist ein künstlicher Mageneingang, da Marlena oral keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann und darf. Es bestünde dabei die Gefahr, dass sie sich so verschluckte und die Nahrung dabei in die Atemwege gelangte. Über die PEG erhält Marlena auch ihre Medikamente mit Hilfe einer Spritze.

Dann kann der Tag losgehen. Nach dem Bad werden neue Elektroden für den Monitor aufgeklebt. Damit werden Atmung und Herzfrequenz überwacht. Anhand der Werte kann ich ablesen, ob es Marlena gut geht. Dann versorge ich noch die Sonde, indem ich den vorhandenen Verband entferne, schaue, ob die Haut reizlos ist, und einen neuen Verband anlege. Bis zu dreimal täglich inhaliert Marlena mit einer Kochsalzlösung, um sich das Atmen zu erleichtern.

Nachdem die Mama Marlena angezogen hat, machen wir uns auf den Weg zu unterschiedlichsten Therapien. Aber vorher kontrolliere ich noch einmal alles: Ist der Monitor geladen? Sind Bedarfsmedikation, Sauerstoffflasche, Beatmungsbeutel und Blutzuckermessgerät dabei? Im Rehabuggy geht es zur Therapie. Atem- und Ergotherapie, Logopädie und vieles mehr, die kleine Marlena ist bestmöglich versorgt. Wenn das Wetter schön ist, machen wir noch einen Spaziergang, manchmal auch einen kleinen Ausflug.

Wieder zu Hause, gibt es das Mittagessen über die PEG. Danach einen kleinen Mittagsschlaf. Immer ist meine Aufmerksamkeit bei meiner kleinen Patientin und ihrem Monitor, da unsere Marlena oft unter Atemaussetzern leidet. Der Monitor piept. Ich bin sofort in Alarmbereitschaft, schaue, was die Werte anzeigen. Gott sei Dank alles im grünen Bereich. Meist reguliert unsere kleine Patientin das alles von selbst. Falls nicht, sind wir von der Kinderintensivpflege Diakonie ambulant e. V. durch Schulungen in Erster Hilfe bestens für den Ernstfall gewappnet.

Wenn meine Schicht beendet ist, berichte ich der nachfolgenden Kollegin über Marlenas Tag. Mit gutem Gewissen verabschiede ich mich in den Feierabend. Bis morgen, kleine Marlena!

Die Kinderintensivpflege durch Diakonie ambulant gGmbH bietet rund um die Uhr Betreuungen an. Manche Kinder begleiten wir nur nachts, andere nur tagsüber. Flexible, individuelle Stunden-Betreuungen, oder Schul- oder Kindergartenbegleitungen sind für uns selbstverständlich. Oberste Priorität haben die kleinen Patienten und natürlich die Familie drum herum.

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